Geologie

Geologische Formationen des Naturschutzgebietes Externsteine. Kartenentwurf: H. Liedtke, aus: Lippe (Landeskunde Nordrhein-Westfalen), hg. v. W. Rinne, Paderborn 1993, S. 109
Flurnamen im Naturschutzgebiet Externsteine. Karte von 1950, Landesarchiv NRW Abt. OWL, D 75 Tit. 4 Nr. 490

Die Umgebung der Externsteine

Das Naturschutzgebiet Externsteine gliedert sich in die beiden zum mittleren Höhenzug des Teutoburger Waldes gehörenden Höhenrücken des Bärensteins (317 m) und des Knickenhagens (315,8 m), das Wiembecketal und den dem Höhenzug nordöstlich vorgelagerten Schliepstein.

Die Wiembecke verläuft zunächst entlang des SW-Hanges des Bärensteins, durchbricht den Kamm im Bereich der Hauptfelsen der Externsteine und fließt durch den Schliepstein nach Nordosten ab.

Wie entstanden die Externsteine?

Vor ungefähr 135 bis 100 Millionen Jahren wurden auf dem Grund eines nordwesteuropäischen Flachmeeres Sande abgelagert. Die damalige Zeit wird Unterkreide oder Untere Kreide genannt. Die Ablagerungen bildeten sich unter dem Druck der in späteren Zeitaltern abgelagerten Schichten in ein hartes Gestein um, das wir heute Osning-Sandstein nennen. Diese ursprünglich horizontale Schichtabfolge wurde im Bereich des heutigen Teutoburger Waldes bzw. der Egge vor rund 70 Millionen Jahren senkrecht aufgepresst. Dadurch trat die Osning-Sandsteinschicht an die Oberfläche.

Die erdgeschichtlich älteren Schichten (Keuper- und Juratone) sind nun den Externsteinen nordöstlich vorgelagert (Bereiche zwischen Hangfuß Knickenhagen/ Bärenstein und Externsteiner Straße). Sandsteinschutt und Lösserden überlagern diese Schichten teilweise. Die jüngeren Schichten (Grünsand und Sandstein der Unterkreide, Mergelsteine der Oberkreide, in der weiteren Abfolge dann Kalksteine) liegen südwestlich des Osning-Sandsteinzuges. Der Hermannsweg verläuft etwa im Übergang des Osningsandsteins zum Grünsand.

Je weiter wir von den Externsteinen nach (Süd-) Westen gehen, desto jünger werden die anstehenden Schichten, bis wir in der Senne Ablagerungen aus dem Quartär finden. Dort befindet sich der Osning-Sandstein in großer Tiefe. Zum Teil sind die Sande aus der Senne durch Wind bis weit in den Teutoburger Wald verfrachtet worden. So befindet sich im Bereich des alten Forsthauses südwestlich der Externsteine ein mächtiges Flugsandfeld über dem Mergelgestein der Oberkreide.

Auch an den eigentlichen Externsteinen befinden sich die älteren Schichten auf der Nordostseite (Richtung Schliepstein/Felsenwirt) und die jüngeren auf der Südwestseite. Beim Durchschreiten des Tores der Externsteine macht der Besucher eine Zeitreise von mehreren Millionen Jahren.

Wie es weiterging, lesen Sie hier.

Text: Biologische Station Lippe

Weblinks

Wikipedia-Artikel Kreide (Geologie)

Wikipedi-Artikel Osning-Sandstein